BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), www.buero-dlb.ch

BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger
Bulliard 95
CH-1792 Cordast
Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags)
Fax +41 (0)26 684 36 45
E-Mail
www.buero-dlb.ch

HOCHSCHULE LUZERN ERFORSCHT DEN SCHWEIZER ORGELSCHATZ

HOCHSCHULE LUZERN ERFORSCHT DEN SCHWEIZER ORGELSCHATZ

07.09.2021 In der Schweiz stehen rund 3'000 Orgeln. Dieser Kulturschatz ist jedoch nur bruchstückhaft erforscht. Im Orgeldokumentationszentrum (ODZ) der Hochschule Luzern trägt ein Forschungsteam das verfügbare Wissen seit 2007 zusammen. So wurden bisher die Orgeln der Kantone Zug, Schwyz und Luzern sowie aktuell jene des Kantons Uri genauer unter die Lupe genommen.


Bild: Die Orgel der Hofkirche St.Leodegar in Luzern, wo sich mit fast zehn Metern die längste sichtbare Metallpfeife Europas befindet - Foto: Angel Sanchez

Seit bald 15 Jahren untersucht das Orgeldokumentationszentrum (ODZ) die Orgellandschaft der Schweiz. Marco Brandazza, Leiter des ODZ, sagt: "Orgeln sind wichtige Träger kultureller und religiöser Praxis. Sie sind sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten präsent und finden sich in Kirchen, Kapellen, Klöstern, öffentlichen Gebäuden und privaten Haushalten."

Gegründet wurde das ODZ im Jahr 2007, um die schweizweit verfügbaren Informationen zum Thema Orgelbau und -musik an einem einzigen Ort zusammenzutragen und Lücken in den bisherigen Aufzeichnungen so gut als möglich zu schliessen. 

Akribische Feldarbeit zu bisher 500 Orgeln

Das Forschungsteam arbeitet mit den jeweiligen kantonalen Denkmalämtern zusammen und hat bisher rund 500 Orgeln genaustens studiert und in einer Datenbank erfasst. Darunter sind so besondere Instrumente wie jenes in der Hofkirche St.Leodegar in Luzern, wo sich mit fast zehn Metern die längste sichtbare Metallpfeife Europas befindet, oder die vier Orgeln im Kloster Einsiedeln. 

Die Arbeit ist aufwändig: Jedes Instrument wird vor Ort begutachtet, und zahlreiche Archive müssen durchforstet werden, um die Geschichte der einzelnen Orgeln zu belegen. Kommt hinzu, dass diese Unterlagen oftmals unvollständig sind und zudem von Hand und in alter Schrift verfasst wurden. Dennoch konnten die Forschenden schon manch’ irrtümliche Geschichtsschreibung über Orgelbau und Orgelmusik korrigieren: "Wir haben zum Beispiel durch ein altes Protokoll der Stiftskirche Solothurn herausgefunden, wer 1595 die erste Orgel der Kirche St.Michael in Zug gebaut hat, nämlich: Hans Werhard Muderer aus Freiburg im Breisgau", so Brandazza. 

Neu gestartet sind die Arbeiten zur Erfassung der Orgeln des Kantons Uri. "Die wissenschaftlich dokumentierte Orgelgeschichte von Uri ist bis heute nur in sehr allgemeinen Zügen bekannt", so Brandazza. Bereits an der Schwelle zum 17. Jahrhundert sollen dort Orgeln vorhanden gewesen sein. Da die Urner Täler jedoch bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts keine einheimische Orgelbauwerkstatt vorweisen konnten, arbeiteten dort verschiedene Handwerker unterschiedlichster Herkunft. Brandazza: "Das hat eine reiche Vielfalt an Instrumenten hervorgebracht, deren Bau- und Restaurationsgeschichte wir nun genauer untersuchen."

cp

Mehr / Kontakt:

https://www.hslu.ch/de-ch/hochschule-luzern/ueber-uns/medien/medienmitteilungen/2021/09/06/hochschule-luzern-erforscht-schweizer-orgeln/

#OrgelDokumentationsZentrum #ODZ #MarcoBrandazza #HSLU #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Zurück zur Übersicht