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"KURT MARTI - EROS. ENGAGEMENT. ENDLICHKEIT"

"KURT MARTI - EROS. ENGAGEMENT. ENDLICHKEIT"

24.08.2021 Ausstellung im Strauhof Zürich, vom 27. August bis am 21. November 2021 - Vernissage am 26. August 2021, 15 bis 21 Uhr


Bild: Kurt Marti, 1990er-Jahre (Foto: privat); Hintergrund: Wortwarenladen | Berge Felsen, https://strauhof.ch/programm/aktuelle-ausstellung/

Kurt Marti war ein Mann des Worts: Er sammelte, er schrieb, er dichtete, er predigte und er engagierte sich. Anlässlich seines 100. Geburtstags präsentiert der Strauhof eine Ausstellung zu diesem bis heute prägenden Schriftsteller, Pfarrer und Aktivisten.

Kurt Marti (1921 – 2017) ist einer der wichtigsten Vertreter der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts, insbesondere auch aufgrund seiner Verbindung von engagierter Lyrik und theologischer Reflexionen.

Diese vielfältigen Tätigkeiten verbindet sein Umgang mit Sprache und Lyrik. Entsprechend ist der Ausgangspunkt für die Ausstellung der "Wortwarenladen", eine von Kurt Marti angelegte Sammlung von poetischen Wörtern, die er seinen Lektüren entnahm und notierte. Als Gegenstück wird sein Vermächtnis als Autor, der sich immer auch als Sprachschöpfer wie als Sprachkritiker zu erkennen gab, anhand einzelner Begriffe wie "Automobilmachung", "Ichberg", "kirchenförmig", "Matriot" aus seinem Werk exemplarisch nachgezeichnet.

Im zweiten Teil der Ausstellung wird sein Schaffen als Dichter gewürdigt: In drei Räumen folgt die Ausstellung den Themen Engagement, Erotik, Endlichkeit in Martis Werk und spürt dabei der Verbindung von Glaube, gesellschaftlichem Engagement und Sprache nach. Dabei wird nicht zuletzt sichtbar, wie sich Marti von der Konkreten Poesie inspirieren liess und wie er zum Wegbereiter einer neuen, modernen Mundart-Lyrik wurde. Beide sind untrennbar mit Marti als engagiertem, aufgeklärten Zeitgenossen verbunden.

Kurt Marti war ab 1949 Pfarrer, von 1961 – 1983 wirkte er an der Nydeggkirche in Bern. Er war überzeugt, dass die Suche nach einem zeitgemässen sprachlichen Ausdruck für Glaubensfragen nicht ohne Sprachwitz gelingen kann. Dazu dachte er auch über die Gemeinsamkeiten von Gedicht und Predigt nach.

Martis Bedeutung als Erneuerer der Mundartliteratur aufgrund des Erfolgs seiner Gedichte "ir bärner umgangschprach" steht in engem Bezug zu jener als "Dichterpfarrer". In eigenständiger Weise repräsentierte er, weit über den Schweizer Kontext hinaus, eine produktive und anspruchsvolle Verbindung von Protestantismus, Literatur und Politik – Martis Texte sind zugleich christlich und gesellschaftspolitisch motiviert.

Publikation

Zur Ausstellung erscheint der "Wortwarenladen" im Verlag von Urs Engler, Band 6 der Neuen Sammlung. ISBN 978-3-906050-84-3 – 246 Seiten – s/w – hrsg. von Muriel Fischer, Rémi Jaccard, Andreas Mauz und Philip Sippel. Mit einem Nachwort von Andreas Mauz.

kms

Mehr:

https://strauhof.ch/wp-content/uploads/2021/08/210812_Medienmitteilung_KM-EEE.pdf

Kontakt:

https://strauhof.ch/programm/aktuelle-ausstellung/ 

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"Vokabulös" oder "diktionärrisch": Warum Kurt Marti Wörter aufbewahrte

Wie der Dichter zum Wort kommt, lässt sich an Kurt Martis "Lexi-Fiktion" studieren. Der Berner legte in Heften und Ordnern ganze Datenbanken von Ausdrücken, Zitaten und Gedichten an.

Lucas Marco Gisi

https://www.derbund.ch/vokabuloes-oder-diktionaerrisch-warum-kurt-marti-woerter-aufbewahrte-975388783838 

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