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"HODLERS HOLZFÄLLER - DIE SCHWEIZER ERFOLGSSERIE"

"HODLERS HOLZFÄLLER - DIE SCHWEIZER ERFOLGSSERIE"

14.09.2021 Ausstellung im Kunstmuseum Luzern, vom 2. Oktober 2021 bis am 13. Februar 2022


Bild oben: Ferdinand Hodler, Der Holzfäller, um 1910, Öl auf Leinwand, 130 × 105 cm, CR 1431 Kunstmuseum Luzern, Depositum der Stiftung BEST Art Collection Luzern, vormals Bernhard Eglin-Stiftung - Foto: Marc Latzel 

Alle kennen ihn, doch niemand weiss genau welchen. Der Holzfäller von Ferdinand Hodler (1853–1918) ist eines der bekanntesten Bilder der Schweiz. Weniger bekannt ist jedoch, dass Hodler gleich mehrere Versionen des ausdrucksstarken Sujets geschaffen hat. Die Ausstellung "Hodlers Holzfäller. Die Schweizer Erfolgsserie" versammelt nun zum ersten Mal verschiedene Ausführungen des Holzfällers und beleuchtet die Geschichte, den Erfolg und die Kritik hinter dem wirkmächtigen Motiv, das noch heute bei politischen Kampagnen, Umweltanliegen oder in der zeitgenössischen Kunst zitiert wird.

Ursprünglich ist Der Holzfäller für das Portemonnaie von Herrn und Frau Schweizer gedacht. Ferdinand Hodler wird 1908 von der eben erst gegründeten Schweizerischen Nationalbank gebeten, ein geeignetes Motiv für die neue Banknotenserie zu entwerfen. Das ehrgeizige Ziel ist eine Serie, die hohe Qualität mit nationalem Charakter und künstlerischem Wert vereint. Hodler reicht einen Entwurf des Mähers für die 100-Franken-Banknote ein. Ein Jahr darauf folgen Skizzen des Holzfällers für die 50-Franken-Banknote, die im Dezember 1911 in Umlauf kommt. Hodler ist zwar mit der Umsetzung des Motivs unzufrieden, der Auftrag zahlt sich für ihn letztlich aber aus, denn Der Holzfäller ist bei Sammlerinnen und Sammlern so beliebt, dass ihn Hodler gleich mehrfach verkaufen kann.

Schon 1909 bittet ein Mitglied der Banknotenkommission Hodler um eine Version des Holzfällers in Öl. Damit beginnt eine ganze Serie des Sujets in verschiedenen Grössen. Bei den unterschiedlichen Ausführungen variieren die Jahreszeiten, der Hintergrund, der abstrakt, mit einer Hügellandschaft oder parallel schwebenden Wolken gestaltet ist. Auch der Gesichtsausdruck der kräftigen Männerfigur variiert mal grimmig, mal freundlicher. Ein erster Höhepunkt in der Geschichte des Bildes ist die Präsentation des Holzfällers 1910 an der 20. Ausstellung der Berliner Secession. Damit wird das Bild auch in den Nachbarländern bekannt und populär. Als Karikatur kommentiert Der Holzfäller in Deutschland unterschiedlichste politische Themen und auch in Satiren nimmt er kein Blatt vor den Mund.

Mit dem Erfolg wird schnell auch Kritik laut. Hodler produziere nur für den Markt, heisst es. Sein Malerkollege Cunot Amiet schreibt gar: "Er fängt an, sich affenmässig zu kopieren." Die vielen Versionen machen es ausserdem den Fälschern leicht, die Serie eigenmächtig zu erweitern. Bereits 1912 tauchen erste Fälschungen auf. Die Gefahr der Verwirrung ist gross, ebenso bei den Besitzverhältnissen. Das Kunstmuseum Luzern hat mit der Unterstützung des Bundesamtes für Kultur die Provenienz seines Holzfällers aufgearbeitet und zeigt im Rahmen der Ausstellung auf, wie das berühmte Bild nach Luzern gekommen ist. 

Begleitend zur Ausstellung erscheint online eine digitale Tour (www.hodler2021.ch) mit Hintergrundinformationen zu Ferdinand Hodler und seinem Malstil, der Geschichte und Entstehung des Holzfäller-Motivs, sowie seinen Zitaten in der Politik, als Karikatur und in der zeitgenössischen Kunst.

Kuratiert von Eveline Suter

kml

Kontakt:

https://www.kunstmuseumluzern.ch/

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Bild: Reproduktion der Rückseite der 50-Franken-Banknote (Holzfäller) der SNB, 2. Serie, ausgegeben 1911, zurückgerufen 1958 

 

 

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