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EMPÖRTE STIMMEN AUS POLITIK UND PUBLIKUM: ZÜRCHER TAMEDIA LEGT REDAKTIONEN VON "BERNER ZEITUNG BZ" UND "DER BUND" ZUSAMMEN - VERLOREN GEHEN 20 VOLLZEITSTELLEN UND EIN GROSSER TEIL DER BERNER MEDIENVIELFALT

EMPÖRTE STIMMEN AUS POLITIK UND PUBLIKUM: ZÜRCHER TAMEDIA LEGT REDAKTIONEN VON "BERNER ZEITUNG BZ" UND "DER BUND" ZUSAMMEN - VERLOREN GEHEN 20 VOLLZEITSTELLEN UND EIN GROSSER TEIL DER BERNER MEDIENVIELFALT

08.04.2021 Jetzt ist es offiziell: Der Zürcher Medienkonzern Tamedia, der zur börsenkotierten TX Group gehört, wird per Oktober 2021 die beiden Redaktionen von "Berner Zeitung BZ" und "Der Bund" zusammenlegen. Das führt zu einem Abbau von 20 Vollzeitstellen und zu einem grossen Verlust an Medienvielfalt im Kanton Bern. Tamedia schreibt in ihrer Medienmitteilung vom 8. April 2021: "'Der Bund' und die 'Berner Zeitung' werden auf Oktober 2021 zu einer schlagkräftigen Redaktion zusammengeführt, die den Leserinnen und Lesern im ganzen Kanton mit hoher journalistischer Kompetenz täglich News, Orientierung und Unterhaltung bietet. Die Gesamtleitung übernimmt 'BZ'-Chefredaktor Simon Bärtschi, Patrick Feuz wird Mitglied der neuen Chefredaktion und bleibt Chefredaktor 'Der Bund'. 'BZ' und 'Bund' bleiben zwei Titel mit unterschiedlicher Positionierung."


Foto oben: © Tamedia

Marco Boselli, Co-Geschäftsführer Tamedia: "Wir befinden uns in einer tiefgreifenden Transformation und die Herausforderungen sind gross. Als führende private Arbeitgeberin von Journalistinnen und Journalisten halten wir an unserer Ambition fest, 'Bund' und 'BZ' als zwei Titel weiterzuführen. Die Neuaufstellung ermöglicht uns, die notwendigen Synergien umzusetzen und gleichzeitig ein zukunftsweisendes Modell für unsere beiden Zeitungen in Bern zu schaffen. Mit dem grössten Redaktionsnetzwerk im Kanton erreichen wir täglich fast eine halbe Million Print- und Online-Leserinnen und -Leser, also rund die Hälfte der gesamten Berner Bevölkerung."

Zur Tamedia-Medienmitteilung:

https://www.tamedia.ch/de/unternehmen/newsroom/medienmitteilungen/berner-zeitung-und-der-bund-hohe-journalistische-kompetenz-in-einer-redaktion

"In eigener Sache" in "Berner Zeitung BZ" und "Der Bund":

"Die neue Leitung von 'BZ' und 'Bund' wird ein gemischtes Team sein. Zur Chefredaktion gehören Simon Bärtschi (Gesamtleitung, Chefredaktor 'Berner Zeitung'), Patrick Feuz (Chefredaktor 'Der Bund'), Regula Fuchs (Kultur, Aus- & Weiterbildung) und Wolf Röcken (Tagesleitungen & Newsmanagement). Unter der Leitung von Patrick Feuz wird zudem das Thema Meinungen und Debatte für die Tamedia-Titel 'Bund', 'Tages-Anzeiger' und 'Basler Zeitung' neu konzipiert.

Die Ressortleitungen setzen sich zusammen aus Redaktionsmitgliedern von 'Berner Zeitung' und 'Bund'. Chantal Desbiolles, Marcello Odermatt und Stefan Schnyder leiten das neue Ressort 'Bern'. Sandra Rutschi und Stephan Künzi sind für das Ressort 'Region' zuständig, das auch die Redaktionen in Langenthal und Burgdorf umfasst. Das Ressort 'Gesellschaft & Kultur' ist bei Regula Fuchs angesiedelt und Florine Schönmann ist verantwortlich für das Ressort 'Desk/Interaktion.'"

Mehr:

https://www.bernerzeitung.ch/berner-zeitung-und-bund-legen-die-redaktionen-zusammen-963664766109

https://www.derbund.ch/bund-und-berner-zeitung-legen-die-redaktionen-zusammen-304855128029

"'Berner Modell' hätte eine Chance verdient"

Medienmitteilung des Regierungsrats des Kantons Bern:

"Der Regierungsrat bedauert den heute angekündigten Schritt zu einer Einheitsredaktion für den 'Bund' und die 'Berner Zeitung'. Der damit verbundene massive Stellenabbau wird dazu führen, dass die Berichterstattung über lokale und regionale Themen in den beiden traditionsreichen Zeitungstiteln verarmt. Die Regierung erwartet, dass Tamedia jene Mitarbeitenden, die als Folge des Zusammenlegens der beiden Redaktionen das Unternehmen verlassen müssen, mit einem grosszügigen Sozialplan unterstützt.

Mit dem Schritt zur Einheitsredaktion und dem damit verbundenen Stellenabbau werden 'Bund' und 'Berner Zeitung' nicht mehr im heutigen Umfang über das regionale und lokale Geschehen im Kanton Bern berichten können. Der Regierungsrat bedauert diese Entwicklung, denn der Verlust an redaktioneller Vielfalt wird sich nach seiner Einschätzung negativ auf die Berichterstattung auswirken. Damit wird im Kanton Bern eintreten, was in verschiedenen Grossregionen wie z.B. Basel, Luzern oder St.Gallen bereits der Fall ist: Die Redaktion wird lokale und regionale Themen ohne den Blick auf die Konkurrenz und ohne den Vergleich mit der Arbeit der anderen Redaktion behandeln. Es ist zu befürchten, dass mit diesem Schritt den beiden Titeln zusätzliche Leserinnen und Leser verloren gehen – mit den entsprechenden Folgen für die Zivilgesellschaft und die staatlichen Institutionen.

Medienplatz Bern verarmt

Trotz der wichtigen Rolle, welche die Medien als vierte Gewalt in einer Demokratie spielen, entscheidet die Unternehmensleitung letztlich in eigener Verantwortung darüber, wie sie ihre Zeitungsredaktionen finanziell und personell ausstattet. Der Regierungsrat hat anlässlich seiner periodischen Treffen mit der Verlagsleitung immer wieder auf die Bedeutung und den Wert von zwei in Konkurrenz stehenden Lokal- und Regionalredaktionen im vielfältigen Kanton Bern hingewiesen.

Der Regierungsrat ist der Ausfassung, dass das bestehende 'Berner Modell' mit der stärker für eine ländliche Leserschaft ausgerichteten 'Berner Zeitung' und dem auf ein urbanes Publikum fokussierten 'Bund' in den letzten Jahren eine Lösung für den Kanton Bern gefunden hat, die eine Zukunftsperspektive verdient hätte. Der Regierungsrat erwartet jetzt, dass der Stellenabbau bei 'Bund' und 'BZ' einen fairen Sozialplan einschliesst.

Der Regierungsrat hat im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage in der Frühjahrssession bereits in diesem Sinne zum erwarteten Schritt Richtung Einheitsredaktion für 'Bund' und 'Berner Zeitung' Stellung genommen."

https://www.be.ch/portal/de/index/mediencenter/medienmitteilungen.meldungNeu.mm.html/portal/de/meldungen/mm/2021/04/20210408_1334__berner_modell_haetteeinechanceverdient

"Ein schwarzer Tag für den Medienplatz Bern"

Medienmitteilung des Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried:

"Stadtpräsident Alec von Graffenried ist verärgert über den Entscheid von Tamedia, die Redaktionen von 'Bund' und 'Berner Zeitung' zusammenzulegen. 'Das ist ein schwarzer Tag für den Medienplatz Bern', hält er fest. Damit werde die für das Funktionieren einer Demokratie unabdingbare Meinungs- und Medienvielfalt in der Hauptstadtregion beträchtlich geschwächt. Sehr besorgt ist er über den angekündigten Stellenabbau.

Der Medienkonzern Tamedia hat heute angekündigt, die beiden Berner Tageszeitungen 'Der Bund' und 'Berner Zeitung' weitgehend zusammenzulegen. Künftig wird eine Einheitsredaktion aus Redaktorinnen und Redaktoren beider Zeitungen die Beiträge für die beiden Titel produzieren. 20 Vollzeitstellen werden abgebaut.

Stadtpräsident von Tamedia-Entscheid enttäuscht

Der Stadtpräsident kritisiert den Entscheid von Tamedia. Die beiden Tageszeitungen seien bisher als Leitmedien für die Meinungsbildung in der Hauptstadt der Schweiz von grosser Bedeutung gewesen, so Stadtpräsident Alec von Graffenried. "Der publizistische Wettbewerb zweier Redaktionen stellte eine differenzierte, kritische und unabhängige öffentliche Debatte sicher", so der Stadtpräsident. Zudem habe die Konkurrenzsituation zwischen den beiden Zeitungen auch die Berichterstattung anderer Medien befruchtet. Dies sei von der Bevölkerung und den Institutionen immer anerkannt worden.

Mit dem Abschied vom 'Berner Modell' habe Tamedia die eigenen wirtschaftlichen Interessen höher gewichtet als ihre medienpolitische Verantwortung, bedauert der Stadtpräsident. Damit habe das Medienhaus Goodwill verspielt. Er hatte bis zuletzt auf kreativere Lösungen aus dem Hause Tamedia gehofft, um ein Minimum an publizistischer Konkurrenz zu gewährleisten. Für den Stadtpräsidenten ist klar: 'Die Einheitsredaktion führt zu einer Schwächung des Wettstreits der Meinungen und zu einer Verarmung der Medienvielfalt in Bern.' Der Verzicht auf interne journalistische Konkurrenz verunmögliche es, kontroverse Fragen aus mehreren Perspektiven zu beleuchten und die Vielfalt der Positionen und Argumente in der Berichterstattung abzubilden.

Kritisch beurteilt der Stadtpräsident auch die Stossrichtung, wonach sich die Redaktion künftig auf jene lokalen Themen konzentrieren soll, die von überregionalem Interesse sind. 'Das hat nicht mehr viel mit  Lokaljournalismus zu tun', so Alec von Graffenried. 'Was die Menschen in Stadt und Region bewegt, ist nicht unbedingt das, was national am meisten Klicks generiert.' Mit dieser Ausrichtung verstärke sich der bereits heute besorgniserregende Trend zum Boulevard-Journalismus.

Appell an soziale Verantwortung

Ferner appelliert der Stadtpräsident an die soziale Verantwortung des Unternehmens. Die Zahl der Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren, sei beträchtlich, so Alec von Graffenried. Er fordert Tamedia daher auf, den Abbau zu staffeln und über die natürliche Fluktuation aufzufangen, oder zumindest sozialverträgliche Lösungen für die Betroffenen zu finden und einen grosszügigen Sozialplan auszuarbeiten, zumal der Konzern jahrelang Gewinne erwirtschaftet habe und über finanzielle Reserven verfüge.

Staatliche Medienförderung ist nötig

Gemäss Alec von Graffenried zeigen die jüngsten Entwicklungen erneut, dass die Geschäftsmodelle der traditionellen Massenmedien überholt sind. Er begrüsst deshalb Initiativen, welche die nun entstehende Lücke mit neuen Formaten zu schliessen versuchen. Dennoch sei es zwingend, neue Wege zu gehen, so der Stadtpräsident. «Für den Gemeinderat ist klar, dass es eine staatliche Medienförderung braucht.»

Die Stadtregierung plädiere schon seit einigen Jahren für dieses Anliegen. Da sich Medienvielfalt nur bedingt kleinräumig organisieren und finanzieren lasse, sieht der Stadtpräsident hier in erster Linie die Bundesbehörden in der Pflicht. Sofern auf Bundesebene die nötigen rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, sei auch eine Medienförderung vorstellbar, so von Graffenried, indem die Produktion auch von lokalen und regionalen Nachrichten durch die Nachrichtenagentur SDA mitfinanziert werde.

Handlungsbedarf ortet der Stadtpräsident auch bei der SRG. Mit dem Rückzug der privaten Medien aus dem lokalen und regionalen Raum sei es wichtiger denn je, dass die SRG als öffentliches Medienhaus in die Lücke springe und ihr lokal- und regionaljournalistisches Angebot im Online- und im Radiobereich pflege und gegebenenfalls ausweite."

https://www.bern.ch/mediencenter/medienmitteilungen/aktuell_ptk/ein-schwarzer-tag-fuer-den-medienplatz-bern

BZ Bund Leitungsteam

Bild: Die neue Chefredaktion (vorne): Patrick Feuz, Regula Fuchs, Simon Bärtschi, Wolf Röcken. Die neuen Ressortleiterinnen und Ressortleiter (hinten): Marcello Odermatt, Sandra Rutschi, Florine Schönmann, Stephan Künzi, Stefan Schnyder, Chantal Desbiolles - Foto: Beat Mathys, https://www.tamedia.ch/de/unternehmen/newsroom/medienmitteilungen/berner-zeitung-und-der-bund-hohe-journalistische-kompetenz-in-einer-redaktion

"Kahlschlag bei 'Bund' und 'Berner Zeitung'"

Medienmitteilung der Gewerkschaft syndicom:

"Der Medienkonzern Tamedia baut auf den Redaktionen von 'Bund' und 'Berner Zeitung' rund jede dritte Stelle ab. Jetzt braucht es einen fairen Sozialplan!

Betroffen von der geplanten Massenentlassung sind rund 20 Vollzeitstellen. Die Mediengewerkschaft syndicom fordert, dass Tamedia die Entlassungen auf ein Minimum reduziert und für den nicht vermeidbaren Teil dieses Abbaus zu einem fairen Sozialplan Hand bietet. 

Heute hat der Medienkonzern Tamedia offiziell über den Zusammenschluss von 'Bund' und 'Berner Zeitung' informiert. Dabei haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet: Rund ein Drittel der  insgesamt 70 Vollzeitstellen sollen in den nächsten Monaten gestrichen werden. Betroffen sind alle regionalen Ressorts, die heute unabhängig und mit unterschiedlichen Prioritäten über Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport berichten. Ebenso betroffen ist das technische Redaktionspersonal, zu dem die Fotografinnen, Layouter, Bildredaktorinnen, Textproduzenten und Korrektorinnen gehören.

Die beiden bis heute in den Regionalteilen voneinander unabhängigen Zeitungen sollen künftig von einer fusionierten und drastisch reduzierten Einheitsredaktion produziert werden. Auch auf der Zentralredaktion in Zürich, bei den Zürcher Regionalzeitungen sowie in der Westschweiz droht ein schmerzhafter Stellenabbau.

Journalistische Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel

Mit diesem Schritt sägt Tamedia weiter am Ast der journalistischen Glaubwürdigkeit – und dies ohne Not. Denn das Geschäft mit den bezahlten Tages- und Sonntagszeitungen, Zeitschriften und Verlagsdienstleistungen entpuppte sich im Krisenjahr 2020 als solid und profitabel. Tamedia erwirtschaftete vor Abschreibungen einen Gewinn (EBITDA) von 11 Millionen Franken. Auf Gruppenebene betrug der EBITDA 131 Millionen Franken.

Dass die TX Group unter dem Strich rote Zahlen auswies, hat lediglich buchhalterische Gründe. So wurde insbesondere der Firmenwert der Bezahlmedien stark reduziert und es kam zu Abschreibungen aus Unternehmenszusammenschlüssen. Für das Sparprogramm bei Tamedia in der Höhe von 70 Millionen Franken bis Ende 2022 lassen sich ausser der kurzfristigen Profitmaximierung daher keine nachvollziehbaren Gründe erkennen.

Bereits im vergangenen Jahr wurden bei Tamedia schleichend 77 Vollzeitstellen abgebaut, und dies obwohl auf Gruppenebene Kurzarbeitsentschädigung in der Höhe von 21,2 Millionen Franken beansprucht wurde. Dabei ist es gerade Sinn und Zweck der Kurzarbeitsentschädigung, Stellen zu erhalten. Insbesondere in einer Pandemie, in der das Informationsbedürfnis der Bevölkerung grösser denn je ist. Das zeigt sich eindrücklich in den Reichweiten der einzelnen Titel. Beim 'Tages-Anzeiger' etwa stiegen die Nutzerzahlen 2020 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel.

Auch Bundesrat und Parlament anerkennen, dass den Medien in unserer direkten Demokratie eine zentrale Rolle zukommt. Um die rückläufigen Werbeeinnahmen zu kompensieren, wurde eine finanzielle Unterstützung für die Schweizer Medienlandschaft auf den Weg gebracht. Von dieser Medienförderung profitiert auch Tamedia. 

Kein Abbau ohne fairen Sozialplan

Aufgrund des soliden finanziellen Polsters und der Unterstützung der öffentlichen Hand sieht die Mediengewerkschaft syndicom die Geschäftsleitung von Tamedia in der Pflicht: Der geplante massive Stellenabbau ist zu reduzieren. Und für den nicht vermeidbaren Teil der Sparmassnahmen braucht es einen fairen Sozialplan. Dabei muss sich das Unternehmen an den besten Lösungen der Branche orientieren (Keystone-SDA, 'Le Matin', SRG). Wegen der aktuell schwierigen Situation für stellenlose Medienschaffende gehören dazu auch gute Lösungen für vorzeitige Pensionierungen und besondere Abgangsentschädigungen für die über 50-Jährigen. Die diesbezüglichen Verhandlungen ziehen sich aber seit Monaten ohne annehmbares Resultat in die Länge. Syndicom sichert dem Personal die gewerkschaftliche Unterstützung zu.

Längerfristig stellt sich die Frage, ob mit dem fortwährenden Abbau von journalistischer Leistung das Versprechen von Verleger Pietro Supino noch eingehalten werden kann, wonach der Journalismus im Zentrum des Geschäftsmodells von Tamedia stehe. Denn Fakt ist: Seriöser Journalismus lebt von den Inhalten, egal ob gedruckt oder online. Und der wichtigste Grundstein dafür sind genügend Journalistinnen und Journalisten mit fairen Arbeitsbedingungen. Tamedia ist deshalb aufgerufen, von weiterem Stellenabbau Abstand zu nehmen und für einen fairen Sozialplan Hand zu bieten."

https://syndicom.ch/aktuell/artikel/kahlschlag-bei-bund-und-berner-zeitung/

"Neue Ansätze für die Medienförderung"

impressum, der grösste Berufsverband von Medienschaffenden der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, schreibt:

"Weil die marktmächtige TX Group nicht mehr bereit ist, das 'Berner Modell' weiterzuführen, ist aus der Sicht von impressum die Politik dazu aufgerufen, die mediale Vielfalt auf dem Medienplatz Bern zu fördern. Angesichts der neuen Dringlichkeit fordert impressum den Kanton und die Stadt Bern auf, nicht nur die indirekte Medienförderung voranzutreiben, sondern auch Möglichkeiten für neue Formen der Medienförderung, sei es eine indirekte oder eine direkte, zu prüfen. Das offensichtliche Marktversagen könnte eine Chance sein, überkommene Denkmuster infrage zu stellen und auch innovative Ansätze ohne Vorbehalte zu diskutieren. Zu denken wäre unter anderem auch an neue Unterstützungs- und Kooperationsmodelle, welche die starren Kategorien der direkten und indirekten Medienförderung überwinden und sich an konkreten zivilgesellschaftlichen Initiativen wie der Bewegung Courage Civil zur Förderung der Medienvielfalt in Bern orientieren."

https://www.impressum.ch/content/details/berner-medienvielfalt-am-ende/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

MEDIENSTIMMEN:

SRF: "Durch die Fusion von 'Bund' und 'Berner Zeitung' fallen 20 Stellen weg"

"Die regionale Berichterstattung in Bern wird ausgedünnt. Bereits im Herbst wurde bekannt, dass die Lokalredaktionen von 'Bund' und 'Berner Zeitung' aus Spargründen zusammengelegt werden. Heute hat Tamedia nun mitgeteilt, wie dieser Zusammenschluss genau aussieht.

Die Lokalredaktionen werden auf Oktober 2021 zusammengeschlossen. Durch die Fusion der Lokalredaktionen werden insgesamt 20 Vollzeitstellen eingespart, teilt Tamedia heute mit. Fast ein Drittel der Stellen der Lokalredaktion wird also gestrichen. Momentan gibt es auf beiden Redaktionen gut 70 Vollzeitstellen."

https://www.srf.ch/news/wirtschaft/medienwandel-in-bern-durch-die-fusion-von-bund-und-bernerzeitung-fallen-20-stellen-weg

"Fusionsentscheid zu 'Bund' und 'BZ' empört die Politik"

"Das Medienhaus TX Group will die Redaktionen von 'Berner Zeitung' und 'Der Bund' zusammenlegen. Zwanzig Stellen gehen verloren und ein Stück Medienvielfalt. Die Berner Kantonsregierung reagiert enttäuscht, der Berner Stadtpräsident gar verärgert.

"Eine ganze Reihe von Lokal- und Regionalzeitungen sind in den letzten Jahren verschwunden oder in Kopfblättern mit einheitlichem Inhalt aufgegangen. Hunderte journalistischer Arbeitsplätze sind dieser Entwicklung zum Opfer gefallen. Der Lokaljournalismus steht aber nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ unter Druck."

Willi Egloff am 7. April 2021

https://www.journal-b.ch/de/082013/politik/3870/Lokaljournalismus-unter-Druck.htm

"Tamedia finalise la fusion des rédactions du 'Bund' et de la 'BZ'"

"Le groupe Tamedia a annoncé jeudi le regroupement des rubriques régionales des quotidiens 'Bund' et 'Berner Zeitung (BZ)'. Cette dernière étape de la fusion des rédactions se traduira par la suppression d'une vingtaine d'emplois au sein des deux titres du canton."

https://www.rts.ch/info/economie/medias/12108887-tamedia-finalise-la-fusion-des-redactions-du-bund-et-de-la-bz.html 

Auf www.ch-cultura.ch u.a. erschienen:

http://www.buero-dlb.ch/de/archiv/journalismus/die-lokalredaktionen-von-der-bund-und-berner-zeitung-bz-sollen-zusammengelegt-werden 

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