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DER PRIX MÉDIA FÜR WISSENSCHAFTSJOURNALISMUS GEHT AN MARTIN AMREIN UND ARIAN BASTANI

DER PRIX MÉDIA FÜR WISSENSCHAFTSJOURNALISMUS GEHT AN MARTIN AMREIN UND ARIAN BASTANI

16.09.2021 Wie kommen wir aus der Corona-Pandemie heraus? Und wie stellen wir auch künftig die Stabilität des Stromnetzes sicher? Zwei Fragen, die von hoher gesellschaftlicher Relevanz sind und von den Wissenschaftsjournalisten Martin Amrein und Arian Bastani umfassend beleuchtet und verständlich dargelegt wurden. Beide überzeugten mit ihren jeweiligen Beiträgen in der "NZZ am Sonntag" respektive in der "Republik" die Jury gleichermassen, so dass der Prix Média für Wissenschaftsjournalismus dieses Jahr zwei Mal vergeben wurde. Den Prix Média Newcomer gewinnt Simone Pengue für seinen Dokumentarfilm über biomedizinische Forschungsdaten.


Foto: © https://prixmedia.ch 

"Ein hervorragendes Beispiel für gut verständlichen, hoch relevanten, unaufgeregten und topseriösen Wissenschaftsjournalismus": So bewertete die Jury den "NZZ-am-Sonntag"-Artikel "Das Virus ist hier, um zu bleiben". Prix-Média-Preisträger Martin Amrein zeigt darin auf, wie die Impfstoffe einen Ausweg aus der Covid-19-Pandemie weisen können trotz Mutationen des Virus. Der Beitrag habe den damaligen Stand des Wissens nicht nur zum Zeitpunkt des Erscheinens im Februar 2021 sehr gut abgedeckt, sondern sei auch "gut gealtert" und habe an Aktualität nichts verloren. Mit der Auszeichnung dieser Arbeit anerkennt die Jury auch exemplarisch den ausserordentlichen Effort, den Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten während der anhaltenden Pandemie geleistet haben und würdigt die qualitativ hochstehende Arbeit der Medienschaffenden. 

Martin Amrein lieferte sich in der Jury-Ausmarchung ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Arian Bastani vom digitalen Magazin "Republik". Er widmete sich im Beitrag "Gerät das Stromnetz aus dem Gleichgewicht?" dem Problem der Stabilität des Stromnetzes und der Frage, ob sie sich mit Solar- und Windkraft aufrechterhalten lässt. "Es ist ihm gelungen, ein sehr unterschätztes Thema für ein Laienpublikum verständlich und ohne technische Fachsimpelei zu erklären", so das Jury-Urteil. Überzeugend sei auch die formale Umsetzung: zusätzliche Informationen können einoder ausgeblendet werden, ohne dass der Lesefluss gestört wird.

Die Preisjury war sich einig, "dass beide Journalisten exzellente, preiswürdige Arbeiten vorgelegt haben" und sie zeichnet deshalb beide mit dem Prix Média aus, der mit jeweils 7'000 Franken dotiert ist. Amrein und Bastani haben sich damit gegen 16 Mitbewerberinnen und -bewerber aus Print-, Online-, Audio- und Videojournalismus durchgesetzt, die allesamt ebenfalls hochstehende Arbeiten eingereicht hatten.

Simone Pengue, Gewinner des Prix Média Newcomer, geht in seinem Dokumentarfilm der Frage nach, was mit ungenutzten biomedizinischen Forschungsdaten passiert. Wie lange werden sie gespeichert, sollen sie öffentlich zugänglich sein und könnten sie rezykliert werden, um neue Fragen zu beantworten? Der Biophysiker beleuchtet diese Fragen in einem vielschichtigen Beitrag, der ethische, ökonomische und soziale Aspekte einbezieht. Der Film "Dati dimenticati: gli scarti della scienza / Forgotten data: the leftovers of science" überzeugte die Jury nicht nur durch seinen wissenschaftlichen Gehalt und die Verständlichkeit, sondern auch durch die ansprechende Bildsprache und die mehrsprachige Umsetzung. Simone Pengue und Chloé Carrière, die mit ihrer populärwissenschaftlichen "Galactic Chloé Show" zu Weltraumthemen die Jury faszinierte, wurden mit einem Recherchebeitrag gefördert. Beim öffentlichen Online Voting setzte sich Simone Pengue in einem spannenden Finish beim Publikum durch und wird nun mit dem Prix Média Newcomer ausgezeichnet. Der Preis ist mit 4000 Franken dotiert.

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz wollen mit den Preisen den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern. Dabei haben Journalistinnen und Journalisten eine entscheidende Vermittlerrolle, indem sie wissenschaftliche Themen kritisch beleuchten und für ein breites Publikum aufarbeiten. Von welcher Bedeutung diese Arbeit ist, zeigt sich insbesondere auch während der andauernden Covid-19-Pandemie. Mit dem Prix Média Newcomer fördern die Akademien zudem junge Talente, die ein Konzept mit kreativen und eigenständigen Ideen entwickeln und die Gunst des Publikums gewinnen. Die diesjährige Preisverleihung fand anlässlich der ScienceComm’21 am 16. September 2021 an der Universität Fribourg-Freiburg statt.

cp

Links:

-> "Das Virus ist hier, um zu bleiben"

-> "Gerät das Stromnetz aus dem Gleichgewicht"

-> "Forgotten data: the leftovers of science"

Kontakt:

https://prixmedia.ch 

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